Keynotes


„Sustainable Finance – Die Bedeutung von Kapitalströmen bei der Bewältigung des Klimawandels“

Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen

Wissenschaftler sind sich einig: Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels jetzt noch abzuwenden, muss die Erderwärmung langfristig auf 1,5 Grad begrenzt werden. Klar ist aber auch, dass das ohne institutionelle Gelder kaum zu schaffen sein wird, das haben bereits die Energiewende und der Wandel von Erneuerbaren Energien hin zur Asset-Klasse gezeigt. Auch die Politik hat die Zeichen der Zeit erkannt und zwingt Investoren über die EbAV-II-Richtlinie dazu, sich zumindest intensiver mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Die Bundesregierung geht noch einen Schritt weiter und möchte Deutschland zum führenden Standort für nachhaltige Finanzen – Sustainable Finance – machen. Staatssekretär Dr. Jörg Kukies erklärt, wie die Sustainable-Finance-Strategie der Bundesregierung aussieht, wie nachhaltiges Wirtschaften positiv gedacht werden kann und was dies letztlich für den schmalen Grat zwischen Bevormundung und Autarkie bedeutet.


„Die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels: Nichtstun wird teurer als Handeln“

Prof. Dr. Herrmann Lotze-Campen, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Die gesellschaftliche Spaltung könnte derzeit wohl kaum größer sein: Während die einen lautstark und mit immer drastischeren Mitteln ein entschiedeneres Handeln gegen den Klimawandel von Politik und Weltengemeinschaft fordern – Stichwort Fridays for Future, Europawahl – tun andere dies hingegen als Klima-Hysterie ab und mahnen zur Ruhe, bis hin zur Leugnung des menschengemachten Klimawandels. Kurzum: Gesunde Aufklärung und Einordnung über den „wahren“ Ernst der Lage tun wahrscheinlich Not. Prof. Dr. Herrmann Lotze-Campen, Inhaber des Lehrstuhls für Klimaresilienz am renommierten Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, erklärt, auf welche Szenarien wir uns einstellen müssen, wie mögliche Dekarbonisierungspfade aussehen und welche Summen und Investitionsströme dafür nötig sind.


„Klimawandel & Co. – Alles sinnlos? Warum wir die Zukunft anders denken müssen“

Prof. Dr. Harald Welzer, Sozialpsychologe und Direktor von „Futur Zwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit“

Klar ist: Der Klimawandel ist real – und wir müssen etwas tun. Doch die Umstellung fällt schwer, zu groß erscheinen die Einschnitte im Alltag und den täglichen Lebensweisen. Teilweise fehlt auch schlicht die Infrastruktur. Doch muss dies immer mit dem üblichen Pessimismus und Untergangsszenarien geschehen? Kann nachhaltiges Leben und Wirtschaften nicht auch positiv gedacht werden, als logische Vollendung des Projekts der Moderne? Denn klar ist auch, dass der aktuelle Lebensstandard (westlicher) Industrienationen auf Kosten eines großen Teils der Menschheit und zukünftiger Generationen geht. Wenn Madrid und Kopenhagen großen Teile ihrer Innenstädte autofrei machen, warum können das nicht auch wir? Der Sozialpsychologe und Zukunftsforscher Prof. Dr. Harald Welzer erklärt, warum wir jetzt radikal anders denken müssen, um die Klimawende noch zu schaffen – und warum das wahrscheinlich gar nicht so schwierig ist.

Schließen

Diese Website verwendet Cookies, um unser Angebot für Sie und uns stetig zu verbessern. Durch Ihren Besuch erklären Sie sich hiermit einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.