Awards 2019: Lebensversicherung von 1871 a.G. hat die Risiken im Griff

Gelebtes Risikomanagement: Der Juryvorsitzende Martin Schliemann (l.) und Matthias Haehnel von Aberdeen ­Standard Investments (r.) hedgen den Preisträger Dr. Andreas Billmeyer seitlich ab. (Bild: Andreas Schwarz)
Bild: Gelebtes Risikomanagement: Der Juryvorsitzende Martin Schliemann (l.) und Matthias Haehnel von Aberdeen ­Standard Investments (r.) hedgen den Preisträger Dr. Andreas Billmeyer seitlich ab. (Bild: Andreas Schwarz)

Dem Juryvorsitzenden Martin Schliemann (FFA Frankfurt Finance Audit) gefiel dies ­besonders gut: „Risikomanagement als Leidenschaft ­zu definieren ist ungewöhnlich, aber schön.“ Dass Leidenschaften – gut gelenkt ­natürlich nur – weit führen können, ist bekannt. Im Falle der LV 1871 hat sie zu dem Award für das „Beste Risikomanagement geführt“. Der glückliche Sieger Dr. ­Andreas Billmeyer nahm den Award für das ­Unternehmen von ­Sponsor Matthias ­Haehnel (Aberdeen Standard I­nvestments) entgegen.

Als „moving target“ bezeichnete Schliemann, stellvertretend für die außer ihm aus Rüdiger Seiffert (Rüdiger Seiffert Consulting) und Prof. Dr. Arnd Wiedemann (Universität Siegen) bestehende Jury, das Risikomanagement, da dessen Ausgestaltung zum einen von der ­Entwicklung des Unternehmens und zum anderen von der ­Entwicklung der Umwelt abhänge. Die meisten der Bewerber kommen zum ­Bedauern der Jury aus einem regulatorischen Umfeld und haben somit zusätzlich zu den üblichen „Päckchen“ die ­aufsichtsrechtliche Last zu tragen. Vor diesem Hintergrund habe die Gewinnerin besonderes durch eine umfassende Sicht von ­Risikomanagement gepunktet. ­„Risikomanagement wird explizit als Teil der Zukunftsfähigkeit und nicht als ­Bedenkenträger genannt.“ Dabei werde „safety first“ ­durchaus als wichtiger Aspekt gesehen, ­eine engere auf Asset-Liability-Management fokussierte Sichtweise sei der ­Normalfall und werde auch von der diesjährigen ­Gewinnerin keinesfalls vernachlässigt.

Risikomanagement müsse auch ökonomisch gesehen werden, denn: „Risiken kosten, Risikomanagement aber auch!“ Zur Entscheidung beigetragen hat insbesondere die kritische, eigenständige ­Auseinandersetzung und Begründung der eigenen ­Position, wozu insbesondere die Vorgehensweise im Risikomanagement, also die ­Integration und Positionierung von Risikomanagement in die Vision, Mission und die Strategie des Unternehmens gehört.

Auf einen Platz zwei konnte sich die Jury nicht einigen, da sich ­alle übrigen Teilnehmer auf ­einem sehr hohen Niveau ­bewegten, bei dem keine großen Qualitätsunterschiede feststellbar waren. Allerdings hob die ­Jury die KZVK Rheinland-Westfalen, die Soka-Bau sowie die ­Signal Iduna ­hervor.

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